Lustige SV-Anekdoten für zwischendurch….

erstellt am: 04.08.2016 | von: Tobias Kiehne | Kategorie(n): Allgemein, Startseite

Unser lieber Kamerad Siggi Kraft gewahr nun Einblick in sein privates SV-Archiv und willigte ein gesammelte lustige SV Freden – Anekdoten für die Erheiterung zwischendurch veröffentlichen zu lassen….

Das Gewitter

Es passierte 1976. Ein Gewitter zog auf, wir spielten auf dem heutigen B-Platz.

Schiedsrichter war ein Pastor. Es donnerte und grummelte! Wir wollten das Spiel unterbrechen,- der Pastor blieb standhaft. Da schlug ein Blitz in die Pappeln ein!!! Die ganze Mannschaft lag auf dem Rasen. Wir flüchteten anschließend in das Hermann-Sporn-Haus. Nur einer blieb am Boden liegen: Ingo Fiebig! Wir dachten schon, er wäre gestorben…

Seit dieser Zeit haben wir,- vor allem aber Ingo- Angst vor Fußballspielen bei Gewitter…

 

 

 

Die beiden Schiedsrichter

 

Die Ü-40 spielte vor Jahren in Alfeld gegen den ewigen Mitkonkurrenten. Es ging um alles! Halbzeitstand : 0:0. Die beiden Schiedsrichterkollegen Sievers und Germer tauschten in der Halbzeit artig Komplimente aus.

Ulf trottete langsam in sein Tor zurück, unterdessen hat Kollege Germer schon zur 2. Halbzeit angepfiffen. Ein Schuss über Ulf hinweg. Es stand 1:0 für Alfeld. Ulf verließ unter wütendem Protest den Platz. Nach dem Spiel wurden keine Komplimente mehr ausgetauscht…

 

 

 

 

 

Zu früh gefreut

 

Die Ü-40 spielte vor 10 Jahren in Freden gegen Alfeld um die Staffelmeisterschaft . In der Halbzeit stand es sage und schreibe 0:5. Was tat Torhüter Sievers? Ja natürlich, er verließ den Platz…

Kalle Baehre ging ins Tor. Kalle Stübing schoss das 1: 5.

Dann kam die große Zeit des Klaus Meier. Es gab 1 Minute vor Schluss Achtmeter für den SV. Das sagte der Schiedsrichter zu Klaus Meier: „ Wenn du den reinhaust, dann pfeife ich ab!“ Endstand: 5:5. Wer schoss die anderen 3 blitzsauberen Tore? Richtig, Klaus Meier !

 

 

 

 

Die Eckfahne

 

 

Die Ü-32 spielte vor 20 Jahren gegen Alfeld. Der A-Platz war frisch gemäht, es fing an zu regnen. Die Zeit der Blutgrätschen war gekommen. Bolle Lamm und Siggi Kraft fühlten sich pudelwohl, Heinz Neugebauer war ein hervorragender Libero und Klaus Meier, Ingo Fiebig und Ernst Neugebauer netzten tüchtig ein. Die Mannschaft spielt wie aus einem Guss. Es stand 4:0 für den SV Freden. Dies gefiel einem Pädagogen der Alfelder Mannschaft ganz und gar nicht, so dass er sich die Eckfahne schnappte und wütend das Spielfeld verließ. Nur pädagogisches Einfühlvermögen des Schiris bewogen ihn anschließend dazu, sich den Sportgruß beim Stand von 5:0 abzuholen…

 

 

 

 

Der Talente-Späher

 

 

Huschtel Stelter war Betreuer der II. Spieler, die er nicht so richtig gebrauchen konnte, preis er dem neuen Trainer Bekir vor jedem Spiel förmlich als hoffnungsvolle Talente an. Bekir, der die Spieler der II. noch nicht so recht kannte, fiel darauf rein. Als die I. zum Spiel fuhr, jubelte Huschtel: „Ob die Erste heute gewinnt, weiß ich nicht, wir gewinnen aber.“

 

 

 

 

 

 

Feuchte Großveranstaltungen

 

Die Generalversammlungen des SV im Gasthof Hahne hatten in den Fünfzigern Kultcharakter. Bis zu 180 Vereinsmitglieder drängelten sich in der Kneipe. Zunächst wurde vom Verein ein 50-Liter-Fass aufgelegt, der Vereinswirt zog nach, es folgte der Bahnhofwirt und anschließend der neu gewählte Spielausschussvorsitzende. Es standen 6 Personen zur Wahl,- Kampfabstimmung…

Als Sponsoren taten sich vor allem Hermann Denecke und Franz Flaschny hervor…

 

 

 

 

Puma oder Adidas

 

 

Die Ü-40 unternahm vor Jahren eine Fahrt ins nordhessische Trainingslager nach Bebra. Reiseleiter Siggi Kraft motivierte auch Dragan Bogdanovic mitzureisen, ohne ihm jedoch Sinn und Zweck des Ausflugs zu erläutern. Am Samstagmorgen stand Dragan pünktlich mit einer Plastiktüte ausgestattet in Freden am Bahnhof. Im Stadion des 1. FV Bebra tat sich erste Problem auf: Dragan hatte keine Fußballutensilien dabei. Da entdeckte Siggi im Papierkorb des Bebraner Stadions ein Paar FUSSBALLSCHUHE in Größe 9,5. Schnell wurden sie vom Jugo-Bomber in Beschlag genommen. Dragan dirigierte danach  seine Mitspieler, diskutierte mit dem Schiri ,- und spielte mit den Pumas noch etliche Spielzeiten für den SV.

 

 

 

 

Bauchladen-Kurt

 

Der Mann für alle Fälle. Hatte jemand Durst,- kein Problem. Mussten zur Beruhigung bei anstrengenden SV-Spielen Süßigkeiten oder Zigaretten konsumiert werden, Kurt Wende war mit seinem Bauchladen stets zur Stelle, wenn bei Heimspielen etwas von den Zuschauern benötigt wurde. Eine schöne Zeit…

 

 

 

 

 

 

 

Das magische Dreieck

 

Dort wurden Trainer entlassen, Spielanalysen durchgeführt und Spieler verpflichtet. Man nannte es nur das „magische Fußball-Dreieck“ Fredens. Hier ging es um Schicksale ! Hier flossen  Tränen und Bier. Was war gemeint?

Die Bahnhofskneipe, Stenzels Laden und Wendes Kiosk…

Hier trafen sich täglich die selbsternannten Fußballoberexperten der Seltergmeinde.

 

 

 

 

 

Einen im Tee

 

 

Es war guter Brauch, dass Mami Steinhoff vor jedem Spiel für die 2 Herrenmannschaften je 2 Kannen Tee brühte. Huschtel Stelter übergab aber vor lauter Großmut eine Kanne der II. an die I. und nahm dafür eine Pulle Korn mit nach Fölziehausen.

Die II. wurde Meister, das Ergebnis der I. wird hier verschwiegen…

 

 

 

Legende Albert

 

 

Albert Sievers,- Ballwart, Platzwart und Oberkritiker des SV war eine lebende Legende. Wenn Albert mit seinem Terrier und ausgerüstet mit seinem Gehstock den SV-Platz betrat, war für Spieler und auch Schiedsrichter Gefahr im Verzuge. Albert hat sicherlich 3-4 Mal Platzverbot erhalten. Aber kann ein Platzwart eigentlich Stadionverbot bekommen? Er muss doch schließlich den Platz mähen. Der SV hat ihm viel zu verdanken…

 

 

 

 

Der Trainer-Entlasser

 

 

1969 in Limmer. Es stand 6:2 für Limmer, Trainer war Thielert. 10 Minuten vor Schluss machte Hansi Fengler Abstoß und Ulf konnte den Ball nicht köpfen. Thielert: “Ulf, du hast den Kopf auch nur zum Haare schneiden!“ Ulf wutschnaubend: “Und deine Zeit ist auch bald vorbei!“

Eine Woche später wurde Thielert gefeuert…

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Mann mit den goldenen Händen

 

Helmut Stechert verschlug es vom MSV Duisburg nach Freden. Ausgestattet mit einem original Deuser-Massageköfferchen und einer Fliegerbrille sprintete unser Helmut pfeilschnell zu dem am Boden liegenden Spieler, um ihn mit seiner berüchtigten Traumasalbe einzureiben.

In seinem Köfferchen befanden sich jedoch noch diverse Fläschchen, gefüllt mit Hochprozentigem, ein sicheres Versteck vor Helmuts misstrauischer Ehefrau…

 

 

Aufgezeichnet von Siggi Kraft